TeamPainting als Teambuilding: Ein Rückblick aus Aulendorf

TeamPainting in Aulendorf: Was wir bei einem besonderen Teamevent beobachtet haben

Sechs Leinwände standen im Biergarten einer Brauerei in Aulendorf. Darauf: noch ziemlich viel weiße Fläche, Farbe, Pinsel und jede Menge Ideen.

 

Die Teilnehmenden waren zuvor bereits gemeinsam aktiv gewesen und hatten zu Mittag gegessen. Nun wartete eine Aufgabe auf sie, die für viele zunächst ungewohnt war: Sie sollten als Team ein gemeinsames Bild gestalten.

 

Die Gruppe kam aus verschiedenen Standorten in Deutschland und der Schweiz. Viele kannten sich schon seit Jahren und hatten in der Vergangenheit immer wieder gemeinsame Teambuilding-Aktionen erlebt – unter anderem beim Klettern oder Kanufahren.

 

TeamPainting war für sie etwas Neues.

 

Wir waren gespannt, was passiert, wenn ein Team, das im Arbeitsalltag vor allem von Organisation, Genauigkeit und klaren Abläufen geprägt ist, plötzlich vor einer Leinwand steht und sich fragt:

Was macht uns eigentlich als Team aus?

„Ich kann doch gar nicht malen!“

Bevor es an die sechs Leinwände ging, starteten wir mit einer kleinen Warm-up-Aufgabe.

 

Jeweils zwei Personen sollten gemeinsam ein Bild malen – ohne miteinander zu sprechen. Musik lief im Hintergrund, während beide versuchten, sich aufeinander einzustellen und gemeinsam etwas entstehen zu lassen.

 

Bei einigen Tandems funktionierte das erstaunlich schnell. Andere mussten sich erst ein wenig herantasten.

 

Und genau das war interessant zu beobachten: Die erste Hürde bestand gar nicht darin, ein Bild zu malen. Sie bestand darin, sich auf eine Situation einzulassen, bei der es keine vorgegebene richtige Lösung gab.

 

Einige Teilnehmende gingen sofort ins Tun. Andere waren zunächst etwas zurückhaltender und beobachteten erst einmal, was auf sie zukommt.

 

Nach dem Warm-up war diese anfängliche Zurückhaltung deutlich kleiner. Die Pinsel waren in der Hand, die erste Farbe auf der Leinwand – und damit konnte es losgehen.

Sechs Leinwände, ein gemeinsames Ziel

Das eigentliche Motiv war vom Unternehmen vorgegeben. Logo, Firmenname und Team-Motto sollten in einem Gesamtbild sichtbar werden.

 

Dafür wurde das Motiv auf sechs Leinwände aufgeteilt. An sechs verschiedenen Tischen arbeitete jeweils eine Gruppe an ihrem eigenen Teil.

 

Zunächst konzentrierte sich jede Gruppe auf die eigene Leinwand. Doch schon bald wurde klar: Ganz unabhängig voneinander konnten die sechs Gruppen nicht arbeiten.

 

Denn am Ende sollten die einzelnen Bilder zusammenpassen.

 

Welche Elemente müssen auf der angrenzenden Leinwand weitergeführt werden? Wie groß soll etwas werden? In welche Richtung soll beispielsweise ein Fahrzeug fahren? Wo endet ein Weg auf der einen Leinwand und wo beginnt er auf der nächsten?

 

Mit der Zeit begannen die Gruppen, sich immer stärker untereinander abzustimmen. Manche fanden sehr schnell zusammen und erkannten früh, dass sie Informationen mit den anderen Tischen austauschen mussten. Andere brauchten etwas länger.

 

Nach und nach organisierte sich die Gruppe immer mehr selbst.

Was zeichnet unser Team eigentlich aus?

Besonders spannend wurde es bei der Frage, welche Symbole überhaupt auf die Leinwand gehören.

 

Die Teilnehmenden mussten überlegen, was ihr Unternehmen und ihr Team ausmacht. Welche Gegenstände, Figuren, Farben oder Symbole passen zu ihnen? Was ist für alle wichtig? Und was repräsentiert tatsächlich die gemeinsame Arbeit?

 

Dabei ging es nicht nur um die Gestaltung eines Bildes. Durch den Austausch entstand auch ein anderer Blick auf das eigene Team:

 

Was können wir eigentlich besonders gut?

Was sind unsere Stärken?

Welche Ressourcen bringen wir als Team mit?

Was verbindet uns?

Und was macht uns als Gruppe besonders?

 

Gerade weil viele der Teilnehmenden schon lange miteinander arbeiteten, war es spannend zu sehen, welche gemeinsamen Vorstellungen entstanden – und wo unterschiedliche Sichtweisen aufeinandertrafen.

 

Was für die eine Person selbstverständlich zum Unternehmen gehörte, war für die nächste vielleicht gar nicht das zentrale Symbol.

 

Es wurde diskutiert, verworfen, neu gedacht und wieder aufgegriffen. Dabei entstand neben dem eigentlichen Kunstwerk auch etwas anderes: ein bewussterer Blick auf das eigene Team und auf das, was die Gruppe miteinander verbindet.

 

Das TeamPainting wurde damit zu einer Art gemeinsamer Standortbestimmung: Nicht theoretisch am Flipchart, sondern ganz praktisch über Farben, Formen, Symbole und die Frage, welches Bild man von sich selbst als Team nach außen tragen möchte.

Kommunikation an den Schnittstellen

Besonders deutlich wurde das an den Übergängen zwischen den sechs Leinwänden.

 

Da die Teilnehmenden aus verschiedenen Standorten in Deutschland und der Schweiz kamen, war das Thema Zusammenarbeit über räumliche Grenzen hinweg ohnehin Teil ihrer Arbeitsrealität.

 

Beim TeamPainting wurde es plötzlich ganz konkret.

 

Eine Person ging zu einer anderen Gruppe, um etwas zu erklären. Jemand musste vermitteln, wie ein Element auf der eigenen Leinwand weitergeführt werden sollte. Andere schauten sich die angrenzenden Bilder an und stellten fest, dass eine Idee auf der eigenen Leinwand Auswirkungen auf das Gesamtbild hatte.

 

Dabei entstanden ganz praktische Fragen:

Wer spricht mit wem?

Wer gibt welche Information weiter?

Wer übernimmt Verantwortung für eine Schnittstelle?

Und wie stellt man sicher, dass am Ende alle am gleichen Bild arbeiten?

 

Diese Situationen haben wir später auch in der Reflexion aufgegriffen. Denn genau solche Schnittstellen gibt es schließlich auch im Arbeitsalltag – zwischen Abteilungen, Standorten und unterschiedlichen Zuständigkeiten.

Unterschiedliche Arbeitsweisen werden sichtbar

Während die Gruppen arbeiteten, zeigte sich noch etwas anderes: Sie gingen sehr unterschiedlich an die Aufgabe heran.

 

Einige waren ausgesprochen detailorientiert. Sie wollten ihr Bild möglichst perfekt gestalten, hatten viele Ideen und versuchten, möglichst viel davon umzusetzen.

 

Andere Gruppen waren deutlich schneller fertig. Sie traten irgendwann einen Schritt zurück, betrachteten ihr Ergebnis und kamen miteinander ins Gespräch.

 

Wir fanden gerade diese Unterschiede interessant.

 

Denn auch wenn alle dieselbe Aufgabe bekommen, arbeiten Menschen nicht automatisch gleich. Manche brauchen länger, andere kommen schnell zu einem Ergebnis. Manche wollen möglichst viele Details berücksichtigen, andere entscheiden sich früh für eine Lösung.

 

Beim TeamPainting werden solche unterschiedlichen Arbeitsweisen sehr unmittelbar sichtbar – ohne dass daraus automatisch eine Bewertung entstehen muss.

 

Gerade bei einem Team, dessen Arbeitsalltag stark von Organisation, Genauigkeit und klaren Abläufen geprägt ist, war diese Offenheit besonders interessant. Vor der Leinwand gab es plötzlich keinen eindeutig definierten Ablauf und keine einzige richtige Lösung.

 

Stattdessen musste gemeinsam entschieden werden: Welche Farbe passt? Welches Symbol steht für uns? Wie setzen wir eine Idee um? Wer macht was? Und wann ist etwas eigentlich fertig?

 

Für uns war schön zu sehen, wie aus der anfänglichen Unsicherheit zunehmend Freude am Ausprobieren wurde.

 

Als die sechs Leinwände zusammenkamen

Der spannendste Moment kam natürlich am Ende.

 

Die sechs einzelnen Leinwände wurden zusammengefügt.

 

Plötzlich war das Gesamtbild zu sehen.

 

Viele einzelne Ideen, Entscheidungen und Arbeitsschritte waren zu einem gemeinsamen Motiv geworden. Dinge, die an den einzelnen Tischen zunächst getrennt entstanden waren, ergaben zusammen ein Ganzes.

 

Und die Reaktion der Gruppe war eindeutig: Sie waren richtig stolz auf das Ergebnis.

Das Bild sollte deshalb nicht einfach wieder verschwinden. Es sollte am Unternehmensstandort aufgehängt werden – und sogar mit zur nächsten Messe genommen werden, auf der sich das Unternehmen präsentiert.

 

Für uns war das ein schönes Ende des Tages.

 

Denn damit blieb von der gemeinsamen Aktion nicht nur die Erinnerung. Es entstand etwas, das anschließend im Unternehmen sichtbar sein wird.

Was wir aus Aulendorf mitnehmen

In der abschließenden Reflexion ging es unter anderem um Kommunikation, unterschiedliche Vorstellungen, Entscheidungsprozesse und die Zusammenarbeit an Schnittstellen.

 

Vieles davon hatte die Gruppe an diesem Tag selbst erlebt – nicht als theoretische Übung, sondern ganz praktisch an sechs Tischen, mit sechs Leinwänden und einem gemeinsamen Ziel.

 

Gleichzeitig war während des Prozesses etwas entstanden, das über die eigentliche Aufgabe hinausging: ein gemeinsamer Blick auf die eigenen Stärken und darauf, was dieses Team besonders macht.

 

Gerade das hat TeamPainting in Aulendorf für uns so interessant gemacht.

 

Die Gruppe hatte bereits zahlreiche Teambuilding-Erfahrungen gesammelt. Klettern, Kanufahren und andere gemeinsame Aktivitäten waren ihnen vertraut. TeamPainting eröffnete dagegen einen ganz anderen Zugang.

 

Und das Feedback der Teilnehmenden hat uns besonders gefreut: Nach vielen Teambuilding-Maßnahmen in den vergangenen Jahren beschrieben sie TeamPainting als eine der beeindruckendsten Teambuilding-Erfahrungen der letzten Jahre.

 

Vielleicht lag das auch daran, dass die Herausforderung an diesem Tag nicht sofort offensichtlich war.

 

Sie lag nicht in Höhe, Geschwindigkeit oder körperlicher Anstrengung.

 

Sie lag darin, gemeinsam aus vielen unterschiedlichen Ideen ein Bild zu machen – und dabei vielleicht auch neu zu entdecken, was das eigene Team ausmacht.

 

TeamPainting als Teambuilding auf der Schwäbischen Alb

Das TeamPainting in Aulendorf war für uns ein schönes Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn ein Team eine ungewohnte Aufgabe bekommt.

 

Die Methode lässt sich individuell auf ein Unternehmen, ein Motto, ein Logo oder ein gemeinsames Thema abstimmen und kann sowohl drinnen als auch draußen stattfinden.

 

Auch für Unternehmen auf der Schwäbischen Alb sowie im Raum Hechingen, Balingen, Albstadt, Tübingen, Stuttgart oder Ulm kann TeamPainting eine kreative Möglichkeit sein, Zusammenarbeit einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben.

 

Unser Rückblick aus Aulendorf zeigt vor allem eines:

Am Anfang standen sechs einzelne Leinwände. Am Ende entstand ein gemeinsames Bild. Dazwischen lagen Kommunikation, unterschiedliche Ideen, Abstimmungen, Kreativität – und die Frage, was ein Team eigentlich besonders macht.

 

Und genau das macht TeamPainting für uns zu einem besonderen Teambuilding-Erlebnis.

 

Weitere Informationen zu unserer Aktion TeamPainting.

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